Wodek hat manchmal/oft die Eigenschaft, dass er meist erst nach dem warm reiten (so nach 10 Minuten), einfach nicht mehr auf der rechten Hand auf den Zirkel abwenden möchte. Sobald ich meine Zügel nur im entferntesten annehme um ihn auf den Zirkel zu bringen, sträubt er sich regelrecht, beißt auf sein Gebiss, und hält den Hals so fest, dass ich ihn gar nicht mehr nach rechts bewegen kann (den ganzen Kopf). Dann läuft er schnell, damit ich ja nicht die Möglichkeit habe ihn abzuwenden und rennt geradeaus weiter... Das komische: Meistens ist es nur auf dem einen Zirkel auf der rechten Hand. Den anderen Zirkel, vorne am Eingang, geht er meistens ohne Probleme. Gestern wollte er dann auf beiden Zirkeln nicht richtig gehen. Manchmal macht er das alles nur im Trab und im Schritt ist es kein Problem, manchmal "bock" er selbst im Schritt Ich habe heute Reitstunde und werde das meiner Trainerin sagen, wir hatten das Problem auch schon öfter besprochen und er war teilweise besser, dann wieder schlechter. Ich bin jetzt am überlegen, mal einen Osteopathen drauf schauen zu lassen, weil ich glaube, dass ihn rechts was weh tut oder zwickt.
Ich weiß, soetwas wie absichtliches "böses" Handeln ist eigentlich nicht bei Pferden, aber ich merke, dass Wodek das total mit Absicht macht und sich schnell ganz fest macht im Hals, auf der geraden Seite kann ich ihn gut nach innen stellen, aber sobald wir zum Zirkelpunkt kommen macht er sich ganz steif.
Meistens parriere ich in den Schritt und wende ihn ab, wenn das nichts hilft bringe ich ihn zum stehen und versuche abzuwenden. Manchmal klappt das oder (so wie gestern) sperrt er sich total und geht einfach nach links weiter. Äußerer Zügel und äußeres Bein helfen überhaupt nicht. Das ist ihm total egal...und ständig im Maul rumzerren kann ja auch keine Lösung sein bzw. das möchte ich nicht
Habt ihr Tipps warum er das machen könnte? Ich weiß von außen und nur durch Beschreibung ist es schwierig, aber ich bin echt toal verzeifelt...
P.S. sorry für den langen Text^^
Es gibt keinen perfekten Reiter Nur ein perfektes Team
Zitat von HuzuleWodek Ich bin jetzt am überlegen, mal einen Osteopathen drauf schauen zu lassen, weil ich glaube, dass ihn rechts was weh tut oder zwickt.
Osteo war auch mein erster Gedanke Aber mich würde es nicht wundern, wenn LINKS was im Argen ist Wenn Wodek sich nach rechts biegen soll, muss er die linke Seite dehnen, was vielleicht anstrengend ist oder eben zwickt. Biegung nach links schiebt die Muskeln auf der linken Seite zusammen, was angenehmer ist, FALLS es wirklich sowas sein sollte.
Ah ok das wusste ich nicht. Ich habe mich bis jetzt eigntlich mit soetwas noch nicht wirklich beschäftigt. Ich finde es nur komisch, dass er es nicht immer macht aber wenn, es dann ziemlich "stark" von ihm kommt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
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Ich glaube auch, dass es wichtig ist in so einem Fall mal jemand kompetenten aufs Pferd gucken zu lassen vielleicht findet sich da eine Ursache. Besonders gut finde ich, wenn derjenige das Pferd-Reiter-Paar auch in der Bewegung sieht - denn manchmal hat man selber ein Problem, das das Pferd behindert und einem so nicht auffällt.
Allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass so manches Pferd auch Dinge aus unguter Absicht macht. Schon häufig genug hautnah erlebt Ravena sollte zwischen zwei Hütchen langgehen und lief schnurgerade darauf zu, um im letzten Moment nach links zu ziehen und eben nicht hindurch zu gehen. Angst hatte sie keine, wir haben das davor schon gemacht. Und Escoreals Reitbeteiligung ritt nie an der Straßenseite. Auf meine Aufforderung erklärte sie, dass das ja nicht geht, weil Eacoreal doch so sehr Angst vor den Siloballen hat das demonstrierte sie mir und er ging tatsächlich nicht dort dran vorbei. Egal was sie versucht hat. Totale Anstellerei, da ist er jahrelang vorbeigegangen und als ich mich dann draufgesattelt habe war das Thema auch nach wenigen Sekunden erledigt. Ich kann mir darum durchaus vorstellen, dass der Wodek für sich irgendeinen Grund hat, um eben nicht auf dem Zirkel zu gehen.
Erstmal körperlich und ausrüstungstechnisch alles abklären lassen, dann weitersehen
Pferde sind wie die Wurzel aus -1 : Sie sind komplex und in der Schule lernt man nicht, wie wichtig sie sind.
Ich habe heute mit meiner RL an dem Probem gearbeitet und ich war teilweise so frustriert weil es einfach nicht richtig geklappt hat, dass sie sich rauf gestetzt hat. Sie hatte zwar einigen Probleme aber es hat am Schluss doch ganz gut geklappt. Mein allgemeines Problem ist, dass ich nach vorne falle wenn Wodek schneller wird oder sich den Hilfen entzieht. Ich natürlich eher nachteilig für mich und darauf habe ich mich dann noch sehr konzentrie und dann hat es sogar ganz gt funktioniert Ich habe heute einen Artiekl gefunden, der das Problem auch sehr gut beschreibt. https://verstehepferde.de/widerstand-im-pferd/ Ich kannte sie und ihr Buch noch gar nicht und überlege es mir zu kaufen. Kennt es jemand? heißt: „Natural Horsemanship“ von Nadja Müller
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Es klingt als wäre das seine schlechte seite. Claudia hat das denke ich ja schon gut erklärt Trotzdem würde ich raten, eine osteo oder physio drüber schauen zu lassen. Vielleicht hilft es auch mit der Arbeit am Kappzaum an Stellung und Biegung zu arbeiten. Das hilft mir bei der Ronja immer. Bei uns sind es Wendungen nach links. Da klappt es mit Stellung und Biegung eher semi optimal während es auf der anderen Hand einwandfrei klappt. Ich merke auch, daß es mit der zeit beim reiten besser wird. Deswegen hab ich angefangen erst 15 Minuten etwa bodenarbeit am Kappzaum zu machen. Wenn ich dann aufsteige ist Ronja lockerer und tut sich leichter. Ich finde den Kappzaum einfach genial um die Schiefe des Pferdes in den griff zu bekommen...
Einen Kappzaum habe ich aber ich habe in letzter Zeit einfach viel zu wenig damit gearbeitet. Ich werde auf jedenfall mal eine Osteo drauf schauen lassen und Viel Kappzaum arbeit einfließen lassen.
Danke für die Tipps
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Ich denke auch, dass du mit Reitlehrer und Osteo auf dem richtigen Weg bist. Dennoch sollte man, wie Oli sagte, nicht den Reiter dabei außer Acht lassen. Ich bin zum Beispiel im unteren Teil der Wirbelsäule verdreht und knicke daher in der Hüfte ein. Auf der linken Hand dachte ich immer, Schimm würde sich büffelig anstellen, weil er einfach nicht auf den Hufschlag zu kriegen war. Meine alte RL war das wenig hilfreich, sie meinte, er sei halt stur und ich müsste mich da mehr durchsetzen. Meine neue RL hat direkt in der ersten Stunde den Knick in der Hüfte gemerkt, weshalb ich Schimm selbst links herum immer weg vom Hufschlag geschoben und ihm teilweise Wendungen nach links schwer gemacht habe. Konzentriere ich mich auf einen geraden Sitz, geht er ganz brav auf den Hufschlag. Das Problem bestand bei mir auch immer mehr am Zirkel bei C, als bei A - einfach weil die Orientierung im Raum und das eigene Körpergefühl bei A besser war, da ich dort häufiger geritten bin, als bei C. Wir arbeiten mit ganz vielen Wendungen an meinem Problem, viele Schlangenlinien, Volten, aus der Ecke kehrt usw., halten die Phasen auf meiner schlechten Seite aber immer so lang bzw. kurz, dass ich die korrekte Körperhaltung auch noch bewahren kann. Ich bin gespannt, was bei euch herauskommt. Zeigt er dieses Verhalten denn bei allen Wendungen nach links, also auch außerhalb von Zirkeln?
"Die Menschen sind Rivalen im Wettkampf, aber geeint und Freunde durch ihr Ideal in der Ausübung ihres Sportes und noch mehr im täglichen Leben." Jigoro Kano
Ich habe teilweise das Problem, dass ich zu weit nach rechts sitze. Meine RL ermahnt mich auch immer wieder mich gerade hinzusetzen. Da könnte also schon was dran sein. Im Trab stellt er sich in letzter Zeit immer quer (also gegen den Zügel) wenn ich nur irgendwie nach rechts abbiegen möchte. Manchmal klappt es für ein paar Schritte und dann treffe ich auf Widerstand
Meine RB hat mich auch schon erzählt, dass sie ihn auf der rechten Hand nicht abbiegen kann. Hauptsächlich bei einem Zirkel, bei dem anderen klappt es teilweise. Befindet sich ein anderes Pferd am Platz und läuft zufälliger Weise auf der Seite zu der ich hin möchte läuft er schon in die Richtung Allerdings verstärkt schief.
Ich befürchte, dass ich Wodek durch meinen Schiefen Sitz so verspannt habe, dass es jetzt für ihn teils sehr unangenehm ist sich nach rechts zu stellen Ich werde einfach mal den Osteo kontaktieren und das abklären lassen...
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Also Ostenphatin war heute da und hat meinen Verdacht bestätigt. Wodek ist auf der rechten Seite ziemlich verspannt und geht allgemein nicht vorwärts-abwärts. Sie hat ihm jetzt ein bisschen gelockert im Rücken und mir empfohlen ihn viel im Gelände zu gallopieren, Trabstangen und Kavaletti zu arbeiten. Außerdem soll ichi ihn mit einem Chambon longieren um iohm zu helfen sich nach unten zu strecken und im Hals nachzugeben. Ich bin sehr optimistisch, dass das gut funktioniert und bin mal gespannt wie es wird
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Ich bin sehr gespannt, was du zu dem Chambon sagst. Das habe ich bisher noch nicht live in Aktion gesehen, sondern nur über die Wirkungsweise gelesen. Berichte auf jeden Fall mal, wie sinnvoll du das findest. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, Wodek locker zu bekommen.
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Habe mir (zwangsweise) einen neuen Sattel geauft und damit läuft Wodek schon viiiiiel besser. Edlich kommt er mit seinem Kopf mal runter und ich habe das Gefühl er entspannt sich mehr. Jetzt geht er meistens auch wieder auf den Zirkel außer wenn er keine Lust hat so wie vorgestern Mit dem Chambon habe ich es noch nicht geschafft zu trainieren weil das viel zu groß ist Muss es mal kürzen und mit meiner RL ausprobieren. Ich halte euch auf dem laufenden.
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