Huhu. Wie im Titel schon steht habe ich mit meinem Pony ein kleines Problem im Gelände. Schritt und Trab sind meist kein Problem allerdings sobald wir galoppieren wollen, zieht er meistens komplett ab, macht sich fest im Gebiss sodass ich keine Einwirkung habe und rennt los. Er möchte einfach immer der schnellste sein. Solange kein anderes Pferd mitmacht ist das auch kein Problem. Sobald aber ein anderes Pferd uns im Galopp zu nahe kommt rennt er einfach weiter wie ein Bekloppter und wird noch schneller. Alleine ins Gelände gehe ich nicht da ich vor kurzem fast einen schlimmen Unfall hatte. Die anderen Reiter mit denen ich sonst immer draußen war meinten jetzt halt dass es ihnen zu gefährlich ist und sie mich nicht mehr (oder nur noch selten) mitnehmen wollen, da sie halt auch meistens galoppieren wollen Ich werde demnächst mal öfter mit einer Trainerin ins Gelände, evtl Wodek als Handpferd mitnehmen??
Am Platz ist er gar nicht so...hat einer von euch evtl Tipps mit denen ich ihn einfach besser kontrollieren kann? Ich bin schon am überlegen im Gelände ein 3-Ring Gebiss oder ein Pelham zu nutzen. (Natürlich so sanft wie möglich und so viel wie nötig!) Ich weiß: Das ändert nichts am allgemeinen Problem, aber vielleicht merkt er dann einfach dass wenn er sich den Hilfen verweigert es für ihn unangenehm ist und es sein lässt. Außerdem müsste ich ihn dann weniger fest zurückhalten wenn es rennen will... ach ich weiß auch nicht. Was sagt ihr dazu?
Es gibt keinen perfekten Reiter Nur ein perfektes Team
Ich würde in dem Fall den "One rein stop" üben...und dann tatsächlich allein raus und mit ihm üben. Wird er schneller als du das willst - halten, auf dem Zirkel gehen lassen. Denke nicht das ein härteres Gebiss euch an dieser Stelle weiter bringt.
Liebe Grüße Ravi und Samira
~Of Ymir’s flesh,was earth created, formed Midgard for the sons of men~?
Ich schließe mich Ravenna an, so würde ich da auch ran gehen! Wodek als Handpferd mit raus zu nehmen, dürfte nicht wirklich helfen. Es ist sinnvoller, ihn mit Reiter an verschiedenen Positionen in der Gruppe gehen zu lassen.
Ich habe das Problem mit Twister übrigens auch.... in allen drei Gangarten Daher weiß ich sehr gut, wie schwierig dieses Thema ist. Es hilft nur üben üben üben...
hm den one-rein-stop werde ich mir auf jedenfall mal anschauen. Alleine raus mit ihm werde ich aber definitv nicht machen. Wie schon geschrieben hatte ich fast eine folgeschweren Unfall als/weil ich alleine draußen war. @Claudia: Wie machst du das mit Twister im Gelände?
Es gibt keinen perfekten Reiter Nur ein perfektes Team
Hallo! meine Stute war früher auch eine Renn-Sau im Gelände (hauptsächlich Galopp), mittlerweile konnten wir es gut in den Griff bekommen. Hast du eine Idee wieso er vorn sein will? also eher Spaß an der Freude, oder Angst (Fluchtverhalten?) oder ist es für ihn Stress in der Gruppe? Bei meiner Stute war es definitiv Stress. Sie ist ja auf einem Auge blind und wenn sie die anderen Pferde nicht sieht und nur poltern hört, dann wird sie immer schneller. Mir hat das "neue Lernen" des Ausreitens mit einer einzigen Reiterin geholfen. So hat meine Stute gelernt, dass sie sich auf dieses andere Pferd "verlassen" kann, dass sie ihr nicht davon rennt oder auch dass es keinen Kampf gibt. Anfangs sah das so aus, dass wir nebeneinander galoppiert sind (anderes Pferd auf sehender Seite) und wenn Mücke schneller wurde, blieb das andere Pferd schlicht in seinem Tempo bis ich sie wieder regulieren konnte (ggf. wir auch mal zum Trab parrieren und dann nebeneinander wieder angaloppieren). Steigerung davon war dann, dass wir an 2. Stelle bleiben "mussten"! Dabei haben wir auch schonmal das andere Pferd als "Rammbock" genutzt (übertrieben gesagt). und 3. Stufe das Galoppieren mit dem anderen Pferd auf der blinden Seite. Parallel dazu haben wir geübt nebeneinander, mal der eine vorn, mal der andere, mal an einer Hecke der eine Links vorbei und der andere Rechts. Da bin ich der anderen Reiterin und ihrer so so so geduldigen Stute wirklich dankbar, dass sie das mit uns geübt haben!
Ein "sicheres" Pferd ist dafür GOLDWERT!
Als das dann mit der einen Stute gut war, haben wir mal einen 3. mitgenommen und Mücke hat sich weiter an der gewohnten Stute orientieren dürfen.
Mittlerweile klappt das echt gut - die Lehrstute gibt es leider seit kurzem nicht mehr...aber da Mücke in den Wallach einer Reitfreundin verliebt ist, ist das nun ihr "Partner". Wir galoppieren wirklich Steigbügel an Steigbügel Mit dem Wallach zu zweit sowieso kein Thema mehr egal an welcher Stelle und wenn mehr Reiter dabei sind, darf sie halt bei "ihrem" Maxl bleiben (in ihrem Fall heißt das, er bleibt auf der blinden Seite, ist ihr wohl sicherer)
uh und letzter Tipp aus Erfahrung: neue Wege sind besser zum üben, da ist meine Mücke anfangs auch erstmal vorgeprescht und hat dann aber Angst vor der eigenen Courage bekommen und ist gern wieder zum anderen Pferd gekommen
Danke für den Tipp. Hm so habe ich noch nicht darüber nachgedacht. Ich hätte jetzt schon mal gesagt dass er einfach Spaß am Galopp hat, da wir ja im Schritt und Trab keine Probleme haben. Ich werde auf jedenfall, wenn das Wetter besser ist mit einer Trainerin raus gehen.
Es gibt keinen perfekten Reiter Nur ein perfektes Team
Uns helfen die Pleasure-Prüfungen auf den Turnieren wirklich! Da müssen alle Pferde gleichzeitig in allen Gangarten präsentiert werden. Beim ersten Mal ist Twister durchgegangen alá "Ich will erster sein!" aber irgendwann hat er verstanden, dass es immer nur im Kreis geht und wurde ruhiger. Das hat tatsächlich auch im Gelände geholfen, aber wenn wir das nicht regelmäßig machen, wird sein Gerenne wieder schlimmer
Also vielleicht könntest du mal mit 1 oder 2 anderen Reitern auf dem Platz gleichzeitig galoppieren?