Ich möchte euch hier kurz die Equikinetik vorstellen, die hier auch immer wieder am Rande erwähnt, aber bis jetzt noch nicht vorgestellt wurde. Es handelt sich bei der Equikinetik um ein Intervalltraining an der Longe zum schonenden Aufbau von jeglichen Muskelpartien beim Pferd. Es sieht zwar nicht nach viel aus, für das Pferd ist es aber wahnsinnig anstrengend und sollte daher voll nach Programm absolviert werden. Der ganze Trick an der Sache ist das Longieren in Innenstellung auf einem speziell aufgebautem Zirkel. Und das tolle ist, es ist ziemlich einfach umsetzbar und daher für jedermann anwendbar. Gerade für Rehapferde ist es eine tolle Möglichkeit fit zu werden. Wichtig dabei ist, dass mit Kappzaum gearbeitet wird, damit das Pferd den Kopf nicht verdreht. Auch die Handwechsel erfordern anfangs höchste Konzentration, aber man wird routinierter und Pferde sind ja normalerweise ziemlich fehlertolerant. Mehr Infos gibt es hier: http://www.pferde-ausbildung.de/equikinetic-2/ Ansonsten habe ich auch noch ein Einführungsvideo zum Thema: https://youtu.be/4RTo_WCW5fk Ich empfehle auf jeden Fall auch gerne das Buch (https://www.amazon.de/Equikinetic-%C2%AE...n/dp/3275020099) zum Thema oder eine Kurs, wobei das Buch alle möglichen Fakten (von Voraussetzungen, Durchführung, Probleme, Fehlerquellen...) enthält und bei uns die Grundlage gebildet hat. Wir haben nämlich Anfang 2015 mit den Programm begonnen, da Flicka Arthrose bekommen hat. Eigentlich soll man ja Ecken meiden, aber die Pferde lernen sich gerade zu richten. Wir haben damit tolle und vorallem wirksame Erfahrungen gemacht.
Oh toll! Meine RB möchte das mit Twister auch bald in Angriff nehmen. Sie hat zu dem Thema bereits Kurse besucht und mit verschiedenen Pferden gearbeitet. Ich selbst habe mit Equikinetic noch keine Erfahrung und bin sehr gespannt!
Das Bild habe ich Grad bei Facebook gesehen und mir gedacht das Pferd kommt mir bekannt vor Ich mach auch total gerne Equikinetik. Vor allem vor der Spätschicht hat sich das super angeboten.
Twister hat jetzt 3 Einheiten mitgemacht und gestern hatten wir Reitunterricht... unserer Trainerin ist direkt aufgefallen, dass die Hinterhand von vornherein viel aktiver unter tritt und er den Schweif viel höher und lockerer trägt
Ich hätte ja nicht gedacht, dass man so schnell einen Unterschied sehen könnte!
Das ist ja super! Meine RB fängt mittlerweile an sich extrem vorwärts abwärts zu dehnen bei der equi. Normal sollte ja der Kopf auf Brustkrebs Höhe sein...
So... 4 Wochen später hat Twister keinen Bock mehr auf Equi Ihm scheint das alles viel zu langweilig und er geht überhaupt nicht mehr vorwärts, sobald er die Quadratvolte sieht. Wenn man dann mehr Druck aufbaut, weicht er nach außen aus oder fängt an zu steigen. Sobald man ihm eine andere Aufgabe gibt (andere Bodenarbeit, Reiten, Gelände etc.) ist er das willigste Pferd wie eh und jeh... also unterbrechen wir nun das Equi-Training für 1 bis 2 Wochen und fangen dann nochmal langsam an.
Das Problem hatte ich zwischenzeitlich auch. Ich habe mich dann mit der Dualaktivierung beschäftigt und Robin so die Gassen wieder schmackhaft gemacht, weil sie einfach nicht immer das gleiche bedeuteten
Das habe ich jetzt schon öfters gehört, das Pferde bei der Equikinetik so anfangen zu "spinnen". Bei einem Schecken war es so, das er da den Menschen ausgetestet hat. Bei einem anderen Wallach War es langeweile... da muss man erst mal drauf kommen was los ist...
Ich mache gerne 1 bis 2 mal die Woche equi, dazwischen gerne mal Dual aktivierung. Da Wechsel ich ab mit longieren, reiten und longewalking. Und an den anderen Tagen halt bodenarbeit, spazieren gehen usw... bald kann ich ja wieder reiten da wird es dann auch wieder abwechslungsreicher.
Jetzt habe ich mich mit meiner RB unterhalten, wie wir weiter machen wollen... sie ist in der Equi die Erfahrenere von uns beiden und schätzt die Lage ähnlich ein wie ich: durch den harten Boden wird Twisters Pause sowieso auf unbestimmte Zeit verlängert, aber auch danach werden wir nicht wieder so intensiv mit diesem Training anfangen Körperlich tut es ihm zwar gut, aber mental baut sich ganz schnell Frust auf. Um das zu vermeiden, werden wir lieber auf andere Trainingsvarianten zurück greifen und die Equi nur noch alle 2 Wochen mal mit einbauen. Je nach Lust und Laune.
Ich finde es sehr schade, dass Twister die Equikinetic langweilig findet Darf ich fragen, wie du diese Traningssequenzen aufgebaut hast?
Mein Pony ist leider auch sehr schnell gelangweilt Deswegen starte ich an diesen Trainingstagen mit ein wenig Führübungen. Und dann gehen wir über die Gassen, durch die Gassen... Danach starten wir erst und ich versuche genau auf seine Stimmung zu achten, damit ich im richtigen Moment auch einen Galopp durch die ganze Bahn anschließen kann Das Pony wird nach getaner Arbeit noch mit seinen Lieblingkunststücken belohnt.
Bis jetzt klappt es mit Vielfalt in den Übungen ganz gut
Ich kenne durchaus auch Bockigkeit von Flicka im Bezug auf die Equikinetik. Davon hat auch Geitner in seinem Buch geschrieben. Wichtig ist es, die Anforderungen zu senken und evtl. etwas mehr Abwechslung reinzubringen, z.B. durch Tempi- und Gangartenwechsel.