Hier ein eher sensibles Thema: Reitlehrer. Die einen nehmen regelmäßig Unterricht und schwören dabei auf den EINEN. Andere nehmen gar keinen Unterricht oder nur sporadisch. Manche schöwren auch darauf, regelmäßig zu verschiedenen Lehrern zu gehen.
Wie sieht das bei euch aus? Nehmt ihr Reitunterricht? Wie sind eure bisherigen Erfahrungen?
Schimm und ich nehmen pro Woche eine Spring- und eine Dressurstunde, beides bei der gleichen Reitlehrerin, die selbst im Springen bis S erfolgreich war. Bisher waren wir immer sehr zufrieden. Für gewöhnlich springen wir mit 2 oder 3 Leuten für ca. 45min, die Dressurstunden nehme ich meist alleine für 30min oder zwischendurch mal mit meiner besten Freundin für 60min.
Jetzt war es so, dass meine Reitlehrerin erst eine Woche nicht da war und anschließend krank und ich die Gelegenheit nutzen wollte, mal meinen Horizont zu erweitern. Ich hatte eine Spring- und eine Dressurstunde bei einer anderen Reitlehrerin, die mir sehr gefallen hat. Beim Springen hat sich jetzt nicht so viel für mich getan, da liegt mir aber glaube ich die Art meiner eigentlichen RL etwas mehr. Die Dressurstunde hingegen fand ich phänomenal. Wir haben recht deutlich die ausgemachte Zeit überschritten, sie hat mir wirklich sehr geholfen und nach nur wenigen Minuten war Schimm butterweich an der Hand, während er sonst gute 20 Minuten der Stunde noch sehr im Zügel hängt, bis er locker wird und sich selbst trägt. Mir hat der Unterricht einfach so dermaßen gut gefallen, dass ich am überlegen bin, zumindest für die Dressur die Reitlehrerin zu wechseln. Allerdings möchte ich das nicht nach nur einer Stunde entscheiden.
Vielleicht habt ihr ja Tipps und Anregungen, worauf ihr an meiner Stelle beim Vergleich achten würdet.
"Die Menschen sind Rivalen im Wettkampf, aber geeint und Freunde durch ihr Ideal in der Ausübung ihres Sportes und noch mehr im täglichen Leben." Jigoro Kano
Das ist echt ein schwieriges Thema.... Ich selbst bin schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf der suche... entweder habe ich so hohe Ansprüche oder ich stelle mich einfach blöd an früher hatte ich verschiedene Trainer und aus der Zeit habe ich schon viel mit genommen. Jeder Reitlehrer hat einfach seine Art und seinen eigenen Stil zu Unterrichten, von daher finde ich es schon besser wenn man auch mal woanders Unterricht nimmt. Man muss ja meiner Meinung nach nicht komplett wechseln, sondern kann einfach zwischendurch mal da und da Unterricht nehmen. Außer es würde das Pferd natürlich komplett verwirren wenn die Hilfen gebung wieder komplett anders ist....
Also ich hatte schon unglaublich viel Reitunterricht in meinem Leben und habe gute und schlechte kennen gelernt. Ich finde es definitiv wichtig immer wieder ein fremdes Auge auf den eigenen Reitstil drauf schauen zu lassen. Dabei kann es durchaus hilfreich den Reitlehrer ab und zu zu wechseln. Jedoch halte ich es ebenfalls für wichtig, dies nicht zu häufig zu tun, da der Reitlehrer Schwierigkeiten hat, Pferd und Reiter zu betreuen. Bei mir ist es momentan so, dass ich nur sehr selten Unterricht nehme, da man bei Flicka schlecht planen kann. Vorteilhaft ist jedoch, dass meine Schwester und ich uns immer wieder gegenseitig unterrichten. Aber sporadisch nehme ich trotzdem eine, da dass sehr inspirierend sein kann. Dabei nehme ich immer dieselbe Reitlehrerin, da ihr Unterrichtsstil einfach total motivierend ist. Selbst wenn mal was nicht klappt, schafft sie es immer, dass man mit einem positiven Gefühl aus der Reitstunde geht und darauf kommt es an. Und je nachdem wie man sich entwickelt, kann ein Reitlehrerwechsel sinnvoll sein. Es kann auch sein, dass man später wieder zurück wechselt oder man nimmt ab und zu bei der anderen Lehrerin Unterricht. Das würde ich ganz nach Gefühl entscheiden.
Mir ist es als Anfänger definitiv wichtig, regelmäßig Unterricht zu nehmen - ich lerne ja gerade erst, wie ich Schim an den Zügel heran reite und arbeite noch an ganz grundlegenden Haltungsfehltern, wie angezogenen Knien. Momentan würde ich mich weder im Springen noch in der Dressur in einer E-Prüfung trauen. Daher wäre es meiner Meinung nach auch Schimm gegenüber unfair, nur sporadisch Unterricht zu nehmen -ich will ihm ja irgendwo auch gerecht werden. Er ist ein super braver, fleißiger und gelehriger Kerl, der mir eigentlich jeden Fehler verzeiht und mir regelmäßig den Allerwertesten rettet - dann möchte ich ihm natürlich auch etwas zurückgeben. Ich kann aber natürlich verstehen, dass man ab einem gewissen Niveau nicht unbedingt wie ich zweimal die Woche Unterricht nehmen will.
Ich suche noch nach Kriterien, die mir helfen, zu beurteilen, ob ich für meine Dressurstunden wechseln sollte. Der Gedanke gefällt mir sehr gut, ich war absolut begeistert von der Stunde. Jetzt versuche ich, ein paar objektive Punkte zu finden, weil man ja häufig in den ersten 1-3 Stunden in eine anfängliche Euporie fällt und sich davon blenden lässt... Sehr positiv gefallen hat mir zum Beispiel die Ansicht der "neuen" Reitlehrerin zum Thema Sperrriemen. Als ich danach fragte, hat meine "alte" RL mir alle Pro-Punkte aufgezählt ich mich da vielleicht auch ein bisschen belabbert... Die "neue" RL meinte schlicht, dass man das nicht pauschal sagen könne, dass sicher beide Seiten ihr Für und Wider haben und man sehen muss, womit Schimm zufriedener ist. Ihr eigenes Pferd würde sie fast immer ohne reiten und nur in Ausnahmefällen darauf zurückgreifen. Sie meinte zwar auch, dass meine Verschnallung unbedenklich sei, aber ich hatte einfach nicht den Eindruck, so zum Sperrriemen gedrängt zu werden.
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Ich hatte letztes Jahr ca 4-5 Monate lang regelmäßig Unterricht, bei einer Freundin, die eigentlich Western trainerin ist, aber hat uns trotzdem sehr weiter geholten, wenn ich auch mittlerweile manche dinge die ich bei ihr gelernt habe mittlerweile nicht mehr so mache, da es genauer betrachtet einfach scheiße war (relativ harte hand und zügelführung)... da wir ja im märz diesen jahres den stall gewechselt haben ist leider die "freundschaft" auseinander gegenagen, da es der dame nicht mehr bequem genug war freunde an einem anderen stall zu haben :-( am neuen stall gab es zwar einen "reitlehrer", also zumindest nannte er sich so, aber da kann flo glaub ich besser unterrichten als er!!!! naja leider waren wir an diesem stall ja nicht lange und am neuen stall hatte ich mich auf reitlehrersuche begeben und hatte auch jemand gefunden, doch leider kam dann unser umzug "dazwischen" ... daher hatte ich nur im sommer bei meinem physio reitkurs eigentlich richtig guten unterricht und sonst dieses jahr nicht bzw nur sporadisch :-(((( so... nun in der neuen heimat... am stall bei uns gibt es einen RL der regelmäßig kommt, aber nachdem ich einige stunden zugeschaut habe, habe ich beschlossen, dass er nichts für mich ist. er hat schon ahnung, aber er achtet zu sehr darauf was der richter auf dem turnier sehen will, und es gibt einen unterschied zwischen optisch "schönem" reiten und einem reell gerittenen pferd! zudem war bei mehreren reitschülern einer der ersten "tipps" sie sollen doch mal schlaufzügel rein nehmen, damit das pferd mit dem kopf runter kommt.... wenn ich sowas höre, dann hat derjenige für mich einfach KEINE AHNUNG! Ich möchte ja nicht pauschalisieren und alles schlecht machen. finde es ja okay wenn man bei einem anfänger meinetwegen noch 3ecks zügel rein macht, das der anfänger sich erstmal auf den sitz konzentrieren kann... bin allerdings generell gegen hilfszügel und bei jemandem der reiten KANN ist der ansatz, das pferd vorne runter zu binden einfach hirnrissig meiner meinung nach... man muss das pferd ja von hinten nach vorn reiten und nicht vorne runter binden! naja ich schweife ab... jedenfalls war das dann nichts für mich... also hab ich mich umgehört und wollte erst bei einer Reitlehrerin mal zugucken in der nähe und nach vielem hin und her geschreibe kam dann nichts mehr... nächster reitlehrer, den hab ich angeschaut... war auch okay und war ich auch kurz davor das auszuprobieren, auch wenn es nur zu ca 70% zu uns gepasst hätte... doch dann bekam ich über facebook einen tipp und habe nicht lange rumgefackelt und gleich eine probestunde ausgemacht.. ich habe es nicht bereut auch wenn es eigentlich total beschissen anfing.... also irgendwie war der wurm drin xD also es war eine richtige katastrophe, denn ich habe es (warum auch immer) erstmal nicht geschafft auf dem zirkel zu reiten... fragt mich nicht warum, aber irgendwo war der wurm drin xD und in dieser situation hat die RL nicht gesagt ich soll ihn auf biegen und brechen raus gehen weil das MUSS er ja machen. sie hat mich erstmal beruhigt, wiel ich total entnervt war und gesagt, wir machen das jetzt ganz in ruhe. wir haben uns in der stunde dann auf sehr feine gewichtshilfen und schenkelhilkfen konzentriert und darauf das ich mein bein ruhig halte. dann haben wir an merlins biegung und meinem sitz geübt und siehe da... ohne druck und zwang und gezerre sind wir in einer für unseren leistungsstand schönen stellung auf dem zirkel geritten, haben Handwechsel und Volten nur über gewichtshilfen gemacht und das war so der moment wo ich wusste, DAS ist MEINE Reitlehrerin <3 es wird immer mal so katastrophen tage geben und da brauche ich jemand der mir in ruhe hilft und an die ursache geht (ich saß einfach schief und hab merlin unbewusst nach innen gedrückt)
Das mir mein Pferd das liebste sei, sagst du o Mensch sei Sünde! Mein Pferd bleibt mir im Strurme treu, der Mensch nicht mal im Winde!
Uff, Reitlehrer die gleich zu Schlaufzügeln raten und nur auf die Optik achten... Geht ja gar nicht! Aber schön, dass du jetzt jemanden gefunden hast!
Ich habe ja inzwischen komplett zu der anderen Reitlehrerin gewechselt und ich könnte glücklicher nicht sein. Sehr erschrocken war ich über die Reaktion meiner laten Reitlehrerin - da herrscht jetzt absolute Funkstille, was ich echt albern finde. Ich hätte sonstt sehr gerne ab und an einfach nur um nochmal eine andere Meinung zu hören bei ihr einige Stunden genommen, aber das hat sich jetzt für mich erledigt.
Mit meiner neuen Reitlehrerin bin ich überglücklich. Sie passt sich viel besser an die individuellen Lerneigenschaften ihrer Schüler an. Im Nachhinein habe ich jetzt den Eindruck, dass die alte Reitlehrerin bei jedem gleich vorgegangen ist. Die neue Reitlehrerin hat aber sofort verstanden, dass ich eher der Theoretiker bin und erklärt mir alles entsprechend sehr genau. Sie hat sofort erkannt, wo ich schief bin und wo ich mich verdrehe, während die alte Reitlehrerin dafür fast ein Jahr gebraucht hat. Dazu kommt, dass mir jetzt ein viel weicheres Einwirken aufs Pferd vermittelt wird und Schimm läuft plötzlich viel motivierter und zufriedener. Sie achtet außerdem viel mehr auf die Grundlagen. Bei ihr springe ich zum Beispiel noch keinen Parcours, sondern arbeite noch viel mehr am korrekten leichten Sitz und an der Kontrolle über die Galoppsprünge. Wir machen ganz viele Übungen, wie ich Schimm bremsen kann, wenn er wieder zu enthusiastisch wird und reiten wirklich dressurmäßig von Sprung zu Sprung, ohne dass er ein losrennt und selbst macht. Früher hieß es einfach nur, ich müsse mich halt mal durchsetzen und ihn mehr zurückhalten, wenn er dabei Druck im Maul bekäme, sei er selbst Schuld, weil er ja selbst so dagegen zieht. Jetzt ist das gar nicht nötig. Besonders gut gefällt mir der Ansatz, dass ich Schimm, wenn er losrennt, nicht in den Schritt durchparrieren soll wir früher, sondern sofort richtig arbeiten soll und er erst mit einer Schrittpause belohnt wird, wenn er sich beruhigt hat und nicht mehr lospreschen will. Ähnliche Situation in der Dressur: Früher wurde mir nur gesagt, ich müsse mein Bein länger lassen, heute werde ich kurzer Hand an die Longe genommen und es werden gezielte Übungen mit mir gemacht, damit ich das Bein lang bekomme.
Meine neue Reitlehrerin wirkt alles in allem viel entspannter, ruhiger und sie nimmt sich wirklich Zeit für einen - und wenn es mal eine halbe Stunde länger dauert, weil man Probleme hat, dann ist das eben so. Letztens bin ich alleine für mich geritten und sie kam mit ihrem Pferd dazu und hat mir, obwohl wir keine Stunde hatten, sehr viel geholfen und mir Tipps gegeben - das hätte es früher nicht gegeben. Stunde war Stunde und wenn die vorbei war, gab es auch keine Tipps mehr.
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Also ich war bisher schon bei einigen Reitlehrern, meistens auch solche die aktiv noch auf Turnieren starten (obwohl ich gar keine Ambitionen dazu habe). Ich finde es allgemein schonmal sehr schwierig, einen Lehrer zu finden, bei dem die Chemie passt. Als ich mit dem Westernreiten anfing, hatte ich eine Lehrerin, die sehr "streng" war und einen auch mal lächerlich machte... Als Kind hatte ich da nicht viel zu widersprechen und war ja auch froh überhaupt Reitstunden nehmen zu können. Ich wollte dann an einer kleinen Gelassenheitsprüfung teilnehmen, um zu üben bin ich an den Hof und sie haben mir ein komplett nasses Pferd hingestellt. Als ich aufsitzen wollte kam mir permanent der Sattel entgegen, weshalb ich es nicht hochgeschafft habe. Die Reitlehrerin kam dann und sagte: "Wer nicht aufsitzen kann, kann dann eben auch nicht üben und reiten." Das hat mich damals so fertig gemacht, dass ich weder an der Prüfung teilgenommen habe und auch heute mich noch unwohl beim aufsteigen fühle, wenn man mir zuguckt. Später war ich dann bei einem Trainer, der wahnsinnig symphatisch war, mir super geholfen hat und ich auch nebenher mich um seine Pferde kümmern und mithelfen durfte. Allerdings hab ich ihm dann paar Mal beim Reiten zugeguckt und das hat mir gar nicht gefallen.
Es ist also wirklich nicht einfach. Bisher hab ich noch nicht wieder Reitunterricht genommen, aber ich plane es. Hier in der Gegend ist Westernreiten sehr rar gesäht, also gucken wir mal, wie es sich entwickelt und wo ich lande.
** At the End of the Day, your feet should be dirty, your hair messy and your eyes sparkling **
Ich habe bei so etwas leider auch immer Pech 2015 war ich bei einem Reitlehrer , der seine Pferde 23 Stunden in der Box stehen hatte und zum arbeiten durften sie dann höchstens eine Stunde raus. Eine Koppel gab es garnicht. Ich war aber so naiv und habe das komplett ausgeblendet. Der Höhepunkt war dann, als ich mit meinen damals 13 Jahren dann in eine ziemlich brenzliche Situation mit einem jungen (ausflippenden) Pferd kam, stand er einfach nur daneben und hat geglotzt. Naja lange Geschichte, da habe ich mir dann aber gesagt da muss sich was ändern. Also- Neue Trainerin. Sie hatte einen Top Ruf- war aber leider total unfreundlich und ignorierte irgendwann sämtliche Nachrichten zur Terminvereinbarung. Dann, neuer Reitlehrer. Der war total gut. Aber wie es kommen musste, ist er weggezogen. Mittlerweile finde ich es viel besser und auch abwechlungsreicher, Kurse oder Reitstunden bei verschiedenen Leuten zu besuchen. Ich war zum Beispiel bei einer Reitstunde von Tom Büchel dabei, und war total begeistert. Da lernt man immer viel mehr dazu und lernt auch mal andere Sichtweisen kennen..
Ich bin mittlerweile leider eher zum Kursgänger geworden, was aber leider auch einfach mit meinem Zeitmanagement zu tun hat^^ 3-4 Reit und Bodenarbeitskurse werden es im Jahr und ab diesem Jahr (wenn der Hänger fit ist) werden es auch wieder Reitstunden bei 1-3 Reitlehrern (So der Plan, nun folgt die Umsetzung) 2 Westerntrainer, eine C und eine A (die beide aber auch eher klassisch Western lehren und nicht das "nase im Sand suhlen / Reining) und eine klassische Reitlehrerin bei der ich hoffentlich auch noch etwas den Horizont erweitern kann
An sich hab ich in meiner Westernzeit bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Das Pferd stand immer im Mittelpunkt und soll sich wohlfühlen. Genauso der Reiter. Auch wenns mal anstrengend wird. Leider in meiner Englischzeit nur schlechte Erfahrungen Von Ausbindern und Gertenhieben bis hin zu ständig buckelnden Pferden und der daraus resultierenden Angst vor Galopp und selbst Cavaletti Sprüng"chen".
Generell bin ich für vielschichtigen Unterricht der sich vorallem auf Sitz und Losgelassenheit bezieht. Aber das sollte ja eigentlich überall so sein
Also ich hab da auch so meine Erfahrungen... Mittlerweile hab ich schon seit 4 Jahren eine super tolle Reithlerherin und ich möchte auch keine andere mehr haben Bei ihr stimmt einfach die Chemie und sie gibt mir unglaublich viel Sicherheit <3 Ausserdem bin ich bei ihr auch Reiterlich weitergekommen und nicht so wie bei vielen anderen... Da ich ja kein eigenes Pferd habe bin ich fast immer in Reitschulen geritten und ja... Eine Reithlerin war super streng und hat einen beim Reiten nur angemeckert. Menschlich war sie ok aber sobald du mehr wolltst als nur das klassische Reiten lernen wurde es stressig. Ausserdem war sie super hibbelig was sich auch auf ihre Pferde übertragen hat und die wurden dann stark ausgebunden damit sie nicht rennen... Aber eins muss man ihr lassen bei ihr lernte man einen super perfekten sitz und für die kleinen war sie auch gut da sie sich wirklich tolle reiterspiele einfallen lassen hat.
Zwischendurch hatte ich dann mal wieder eine gute Lehrerin die dann nach ein paar monaten wieder weg war und so weiter... Es gab auch Ställe wo ich trotz ewiger Reiterfahrung nur mit Asbindern im Kreis reiten durfte. Im Urlaub hate ich mal eine die mich nur angemotzt hat wie schlecht ich wäre und am ende de Reitstunde meinet sie es hätte ihr gefallen Da gibt es echt viel zu erleben xD An meinem jetzigen Stall ist zum Glück alles gut man lernt faires reiten im Familären umgang und auch Fortgeschrittene können hier gut reiten.
Ich habe da ja echt Glück, dass ich mit beiden meiner bisherigen Reitlehrerinnen nicht so ein Pech hatte. Auch wenn ich bei der Ersten im Nachhinein einige Sachen gerne anders gehabt hätte, hat sie mir dennoch einiges beigebracht und war immer nett und fair.
Erst heute habe ich wieder einer Situation erlebt, die mich in der Wahl meiner jetzigen Reitlehrerin bestärkt. Nach meiner eigenen Stunde habe ich zugesehen, wie sie ein Mädchen unterrichtet hat, das schon seit einer Weile Probleme mit einem ihrer Pferde hat. Man muss es ihr wirklich zu Gute halten, dass sie da weiter macht, wo viele das Pferd schon verkauft hätten - ganz einfach macht er es ihr wirklich nicht. Allerdings hat das Mädel sich doch dazu verleiten lassen, unfair zu werden. Meine RL ist erst noch ruhig geblieben, sie ist wirklich die Entspannung in Person und sowohl meine beste Freundin als auch ich reiten bei ihr einfach viel gelassener als früher. Heute habe ich dann aber gesehen, dass sie auch anders kann... Sie hat wie gesagt erst ganz ruhig das Mädel darauf hingewiesen, dass sie das Pferd nicht für ihre eigenen Fehler strafen darf und dass sie nicht unfair werden soll. Das Mädel hat dann die als nächstes angesagte Aufgabe ignoriert, sodass die RL schon nachdrücklicher wurde. Als sie dann anritt, wurde ihr Fehlverhalten nur noch schlimmer. Da ist meine RL explodiert und hat in einer Lautstärke, die man einer so schmalen Frau gar nicht zutraut, die Halle zusammengeschrien, das Mädel solle aufhören, ihr Pferd runter zu riegeln und gefälligst nicht die Sporen darein hauen. Die Tirade ging bestimmt volle 5 Minuten, bis da plötzlich ein viel feineres, sanfteres und faireres Reiten bei herum kam. Meine RL hat sofort umgeschaltet und war wieder ruhig und entspannt wie immer.
Ich muss sagen, ich weiß ihre ruhige Art wirklich zu schätzen, aber richtig begeistert hat mich diese Situation. Nicht, dass ich es toll finden würde, so angeschrien zu werden. Aber ich finde es absolut fantastisch, dass sie so ein unfaires Verhalten des Reiters partout nicht toleriert.
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Und genau das gibt es viel zu selten. Super das sie das gemacht hat!
Ich gehe nicht in den Unterricht um gestreichelt zu werden, sondern um zu lernen. Das dann auch mal ein lauteres Wort oder ein bestimmteres bei herum kommt ist somit mein Wunsch. Klar ist es auch mal anstrengend und es will nich in den Kopp, aber im Grunde lerne ich NUR wenn ich auch "rangenommen" werde xD
Ich hab damals ja auch ein paar Leuten Unterricht gegeben... allerdings bin ich da auch immer wieder an Leute gekommen, die einfach nicht umgesetzt haben was ich Ihnen geraten habe, bzw wollten diese dann einfach auch nichts ändern... Sowas verstehe ich dann immer nicht, einerseits möchte man dazulernen oder es auch mal "anders richtig" üben, aber darauf einlassen möchte sich man dann doch nicht.. naja.
Die Reaktion von der RL finde ich super!
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Uuuund wieder ein positives Erlebnis mit meiner neuen Reitlehrerin Gestern hatten wir Dressurstunde und das einzige, worüber ich mich geärgert habe, war, dass keine Kamera dabei war! Normal haben wir 30min Unterricht. Gestern lief der Anfang der Stunde etwas holperig, Schimm hat sich zwar immer wieder angeboten, aber ich habe es dann nicht hinbekommen, ihn in dem Moment aus dem ruhigen bein nachzutreiben und etwas am Zügel anzunehmen, sondern wackelte da unkoodiniert mit Armen und Beinen herum. Zeitgleich ritt eine Frau in meinem Alter den einen Hengst meiner Reitlehrerin und kurzum sollte ich mich dahinter setzen. Natürlich hat die RL dann auch der Dame auf ihrem Hengst Tipps gegeben, Hauptaugenmerk lag aber weiter bei mit und wir hatten insgesamt 50min Unterricht. Relativ kurz nachdem ich mich hinter den Hengst geklemmt habe, hat es dann auch super funktioniert. Schimm wurde einfach etwas mitgezogen und ich konnte mich vor allem auf meinen Sitz konzentrieren. Plötzlich sah das nach richtigem Dressurreiten aus, Schimm ist locker flockig in Anlehnung, Stellung und Biegung gelaufen, selbst in unserem Sorgenkind, dem Galopp. Den Punkt hatten wir so sehr schnell erreicht, ich war vorher villeicht 10min alleine unterwegs gewesen und dann 5min hinter dem Hengst. Ab da haben wir noch über 30min so weiter gemacht, um eben nicht dann aufzuhören, wenn es gerade gut wird - so war das nämlich immer bei meiner alten Reitlehrerin. Meiner jetzigen Reitlehrerin war es wichtig, dass ich mir das Gefühl merke und mein körper die richtige Position abspeichert und Schimm wirklich mal sauber gearbeitet wird - fleißig über den Rücken in korrekter Haltung. Schimm und ich waren beide hinterher platt, aber super zufrieden. Schimm kam während des Reitens gar nicht mehr aus dem Abschnauben und Abkauen heraus und war butterweich an den Hilfen. Ich bin sehr froh über die Stunde und dass es jetzt auch in der Dressur besser wird. Ich bin viel zufriedener im Unterricht, seit ich eine Reitlehrerin habe, die nicht so arg auf die Uhr schaut und nicht nur bei Schwierigkeiten, sondern auch bei besonders positiven Momenten weiter arbeitet, um diese zu festigen
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Nach meiner "Mach-mir-den-Adler-Nummer" heute in der Springstunde, hat es sich meine Reitlehrerin abends nicht nehmen lassen, mich anzuschreiben und zu fragen, wie es mir geht
Die beiden Male, die ich bei meiner alten Lehrerin abgeschmiert bin, hat sie zwar in dem Moment gefragt, aber sicher nicht hinterher oder gar nochmal geschrieben
Ich bin ja so happy mit dem Wechsel
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