Meine Beiden stehen im Augenblick täglich 24 Stunden auf der Wiese. Täglich stecke in den mobilen Weidezaun etwas weiter, damit sich mein kleines Pummelpony nicht unkontrolliert vollfressen kann. Sie haben aber genug, damit sie eigentlich durchgehend etwas zu fressen haben, darauf achte ich.
Nur während ich miste, stehen die Beiden ca. 30 Minuten auf einem Stück abgefressener Wiese oder im Stall. Alice nimmt das sehr entspannt hin, doch das Pony ist total unruhig und ich kann danach nicht einmal in Ruhe die Tür öffnen, ohne dabei über den Haufen gerannt zu werden
Und dann galoppiert Pony zum frischen Gras und stopft sich regelrecht voll! Als ob sie tagelang gehungert hätte...
Die letzten drei Tage haben die Beiden sogar systematisch den mobilen Zaun zu Kleinholz verarbeitet, um auf das neue Stück Wiese zu gelangen
Leider ist Pony ja schon zu dick und muss dringend abnehmen (was wir natürlich durch regelmäßiges Training bewirken) und wenn ich sie jetzt einfach wie wild in sich rein fressen lassen würde (denn sie stopft immer richtig!) wird sie niemals eine Bikinifigur haben...
Daher die Frage: wisst ihr, woher dieser Heißhunger kommt, und ob ich etwas (außer einfach fressen lassen) dagegen unternehmen kann?
Weil sie ja gerade herausgefunden haben, wie man den Zaun zerstört, überlege ich auch nur noch Stundenweise unter Aufsicht Weidezeit zu ermöglichen, und dafür Heu zuzufüttern, wenn Gras sie so gierig werden lässt....
Achja, Blutbild ist übrigens in Ordnung, und Alice hat auch nicht abgenommen oder ist so gierig. Sie versucht nur generell unter dem Zaun durchzufressen, denn auf der anderen Seite ist das Gras nuneinmal grüner
Das erinnert mich an das Verhalten von Ronja letztes Jahr im alten Stall. Da ist kaum Gras gewachsen und somit haben wir die koppel abgetrennt. Es hat keine 5 Minuten gedauert und mein Pferd stand auf der anderen Seite. Irgendwo habe ich mal Aufgeschnappt, das grasen ein Instinkt ist dem die Pferde folgen. Da sie weiß das es das eh nur begrenzt gibt, wird sie versuchen so schnell wie möglich so viel wie möglich zu ergattern. Das ist ja bei Pferden bei denen das Heu knapp gehalten wird auch so. Sobald sie dann was zu fressen haben wird es schnell rein geschlungen. Wenn du die Zeit hast, würde ich sie nur noch unter Aufsicht aufs Gras lassen....
Aber so fällt mir nichts ein was man noch machen kann... Wenn sie immer was zum fressen also Heu, zur Verfügung haben kann es nicht am Hunger liegen. Mein Pferd hat das Zaun kaputt machen erst aufgehört, als es dann genügen Gras gegeben hat. Im neuen Stall hat sie 24/7 Heu und auch nur stundenweise koppel. Da lässt sie aber den Zaun in Ruhe
Und das mit dem übern haufen rennen würde ich ihr ganz schnell abgewöhnen bei sowas verstehe ich gar keinen Spaß. Es sind da doch hunderte von Kilos die da auf dich zu kommen und das darf man nicht unterschätzen...
Natürlich - das Thema Tor öffnen, haben wir sofort geklärt!
Aber mir ist noch eingefallen, dass Alice, die ja genauso lebt, wie das Pony (und wegen ihrer Größe ja auch mehr fressen darf) von sich aus "Futterpausen" einlegt - also einfach mal rumsteht und döst, in den Schatten geht, sich hinlegt … usw.
Das Pony aber nicht - die frisst durchgehend! Auch in der größten Hitze oder wenn Insekten sie nerven...
Wenn es tatsächlich Hunger wäre, müsste Alice doch eigentlich genauso hungrig sein, wie das Pony, oder?
Bisher war Weide einteilen auch überhaupt kein Problem, nur sie haben einmal herausgefunden, wie der Zaun kaputt gemacht werden kann.... da darf nicht noch mehr Übung dazu kommen!
Ich habe leider keinen Tipp, aber ich kenne es, dass Pferde die Tag & Nacht gleiches Futter zur Verfügung haben trotzdem so unterschiedlich verfressen sind. Meine, sowieso schwerfuttrige Stute macht auch auf fetten, saftigen Wiesen viele Pausen, döst und frisst langsam. Ihre Herdenkollegen waren drei Ponys welche extrem geschlungen haben und sehr futterneidisch waren, wie gesagt bei gleicher Fütterung und auch hier bei Blutbildern ohne Befund. Allerdings kamen 2 der Ponys aus schlechter Haltung und wir vermuteten, dass sie aufgrund schlechter Versorgung in der Vergangenheit nicht mehr richtig regulieren.